Roadtrip nach Maribor

10 Tage habe ich einen Mazda MX-5 G160 Revolution von Mazda Austria zur Verfügung gestellt bekommen, Zeit die man sinnvoll nutzen soll!

Nach einem Tag kennenlernen und vertraut machen mit dem neuen Roadster, in und rund um Graz, haben wir an einem schönen Spätsommertag, die Strassen unter die Räder genommen. Das Ziel war klar: Maribor, die hübsche Stadt am Ufer der Drau im benachbarten Slowenien. Maribor, auf deutsch Marburg, ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens und war 2012 Kulturhauptstadt Europas. Klar, der direkte Weg würde über die Autobahn führen, in einer knappen Stunde und 80 Kilometern würden wir von Graz aus vor Ort sein.

 

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Gut behütet geht es los!

Nur wollen wir das? Der MX-5 trägt immer noch die Gene des Ur-MX-5 in sich und verlangt, ja schreit geradezu nach der Landstrasse. Also kurz in die digitale Landkarte geguckt und eine grobe Route ausgekundschaftet.

Oberstes Ziel: Keine Autobahn oder Schnellstrasse! Je mehr Bundes- und Landesstrassen, umso besser. Dort hat der MX-5 seinen natürliches Lebensraum, dort will er jeder Kurve und Serpentine nachschnüffeln und sie im Sturm erobern. Die detaillierte Route dient als Anregung zum nachfahren, ihr findet sie am Ende des Beitrages.

 

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MX-5 = fettes Grinsen im Gesicht! 🙂

 

So ging es im Nord-Osten durch den Annagraben raus aus der Landeshauptstadt Graz, über Eggersdorf nach Gleisdorf. Die Sonne war uns hold, die Klimaanlage regelte die Temperaturen auf ein erträgliches Maß. Über Feldbach ging es zum ersten Zwischenstopp in die Kurstadt Bad Gleichenberg, das in seinem Kern mit den historischen Gebäuden sehr viel K&K Nostalgie ausstrahlt.

 

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Das altehrwürdige Cafe Columbia in Bad Gleichenberg

 

Bestens erfrischt, ging es weiter durch das Vulkanland über St.Anna am Aigen nach Bad Radkersburg. Die kleine Stadt an der Mur gelegen, hat einen besonderen Charme, sehr viele alte Gebäude, wenige davon gut erhalten, neudeutsch könnte man von Shabby-chic sprechen. Auffallend sind auch noch viel alteingessene Geschäfte im Ortskern, da haben die sonst alles überwuchernden internationalen Ketten noch keinen Fuß reinsetzen können.

 

 

Raus aus der Altstadt von Bad Radkersburg und ehe man es sich versieht überquert man schon die Mur und somit auch die österreichisch-slowenische Grenze. Und befindet sich in einer anderen Welt! Es hat sich zwar viel getan seit dem Fall des Eisernen Vorhanges und der Unabhängigkeit Sloweniens vom kommunistischen Jugoslawien, aber gerade in den Landgemeinden merkt man den Unterschied.

Über Gornja Radgona, Benedikt und Lenart ging es über kleine Dörfer entlang der Bundesstrasse 449 westlich nach Maribor rein. Bei der Bummlerei über die Landstrassen gibt sich der MX-5 sehr bescheiden, da senkte sich der Durchschnittsverbrauch auf 7,2L/100km.

Maribor ist erreicht und der Magen kracht. Schnell einen Parkplatz in der Altstadt rund um den Marburger Dom gesucht und auf zum Gaumenschmaus! In Marburg gibts für uns eigentlich nur zwei Alternativen: Entweder zum traditionellen Fisch- und Meeresfrüchteessen ins Novi Svet, wo man hervorragende Speisen bekommt, wie man sie aus den südlicheren Ländern aus Ex-Jugoslawien kennt. Essen wie im Urlaub, gerade mal 80km von Graz entfernt.

Oder wo wir uns dieses Mal verwöhnen ließen, im haubengekrönten Rozmarin, nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt. Dort wird viel subtiler und eleganter gekocht, kleinere Portionen aus regionalen Produkten (u.a. steirisches Rindfleisch im Beef Tartare und bei den Dry Aged Steaks) mit viel Kreativität und Liebe zum Detail. Das ganze zu vertretbaren Preisen,  freundlichem Service und qualitativ sehr hochwertig.

 

 

Satt und glücklich bietet sich danach noch ein Bummel durch die Altstadt Maribors an, wenn der Parkschein noch längere Gültigkeit besitzt, sollte man unbedingt die paar Stufen runter an das Drauufer einplanen. Dort findet man neben südländischem Flair, allerlei Wassergeflügel das man von den Cafes am Ufer bestens beobachten kann und dabei die Seele baumeln lassen.

 

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Impressionen aus Maribor

Heimwärts ging es über Zgornja Kungota (womit man die mautpflichtige Autobahn Sloweniens umgehen kann) nach Spielfeld. Dort kann man der Mercedes Ranch nahe des Spielfelder Bahnhofes einen Besuch abstatten. Von dort ging es weiter über Leibnitz, Wildon und Kalsdorf Richtung Graz.

 

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Alles in allem rund 200 gemütliche, kulinarische Kilometer, die im MX-5 G160 Revolution mächtig Spaß machen. Die Route lässt sich natürlich vielfältig abändern, wenn man z.B. noch auf einen Sprung an der steirischen Weinstrasse auf ein Achterl fruchtigen Weißwein einkehren will.

 

Wichtig für den Roadtrip nach Maribor:

  • gültiger Reisepaß
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Kappe oder Tuch als Sonnenschutz
  • Licht am Tag Pflicht in Slowenien
  • Warnwesten, Warndreieck, Ersatzlampenset
  • Landkarte oder die eingebaute Navigation im MX-5 G160 Revolution nutzen

 

Unsere gefahrene Route:

 

2 Kommentare

  1. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Meine Nachbarn hatten Bad Radkersburg mit dem Rad erkundet. Sie hatten auch von der schönen Landschaft geschwärmt. Prima, dass diese Impressionen geteilt werden.

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