Klingt erst mal nach trockener Fertigungstechnik, ist aber für Mazda-Fans durchaus spannend: Mazda hat gemeinsam mit Kobe Steel eine Auszeichnung für eine neue Schweißtechnik bekommen. Der Clou daran: Die Methode sorgt für deutlich besseren Korrosionsschutz, hilft beim Leichtbau und steckt schon heute in Millionen Mazda-Modellen.
Was ist passiert?
Mazda und Kobe Steel wurden von der japanischen Schweißgesellschaft, der Japan Welding Society, mit dem Tanaka-Kikundo-Award ausgezeichnet. Prämiert wurde ihre gemeinsam entwickelte Technologie namens „Welding Technology for Improved Electrocoating“. Laut Pressemeldung ist das das erste Mal, dass Mazda diese Auszeichnung erhält.

Warum ist das interessant?
Weil es hier nicht einfach nur um irgendein Fertigungsdetail geht. Die neue Technik verbessert geschweißte Verbindungen so, dass sie mehr als dreimal korrosionsbeständiger sind als bei herkömmlichen Verfahren. Gerade bei Teilen, die viel aushalten müssen, ist das ein ziemlich starkes Argument.
Worum geht’s technisch eigentlich?
Ganz grob: Beim Schweißen können Rückstände entstehen, die später die KTL-Beschichtung stören. Genau diese Beschichtung ist aber wichtig, um Bauteile vor Rost zu schützen. Mazda und Kobe Steel haben das Verfahren so weiterentwickelt, dass diese störende Schlackenbildung deutlich reduziert wird. Das Ergebnis: weniger Fehler in der Schutzschicht und damit deutlich bessere Haltbarkeit.
Was bringt das im Auto-Alltag?
Vor allem bei Fahrwerkskomponenten und anderen belasteten Bauteilen ist das ein echter Vorteil. Moderne Autos sollen leichter werden, deshalb kommen oft hochfeste, aber dünnere Stahlbleche zum Einsatz. Das spart Gewicht, macht die Sache rund um Schweißnähte aber auch anspruchsvoller. Genau dort setzt die neue Technik an. In Tests und bei realen Bauteilen zeigte sich laut Mazda: Wo früher deutliche Rostbildung ein Thema war, trat mit dem neuen Verfahren praktisch keine Korrosion mehr auf.

Das ist keine Theorie, sondern längst Serie
Besonders spannend: Die Technik läuft nicht nur irgendwo im Labor, sondern ist schon fest in der Produktion angekommen. Laut Mazda wurde sie bereits in neun Fahrzeugbaureihen eingesetzt und steckt inzwischen in mehr als 3,5 Millionen Fahrzeugen. Der Start war mit dem Mazda3 im Jahr 2019 zuletzt wurde das Verfahren auch beim neuen Mazda CX-5 eingeführt, dessen Markteinführung laut Aussendung gerade läuft.
Fazit
Unterm Strich ist das eine dieser Meldungen, die auf den ersten Blick nach Industrie-News klingt, für Fans aber durchaus interessant ist. Denn bessere Schweißtechnik heißt am Ende nicht nur weniger Rostrisiko, sondern auch leichtere und haltbarere Fahrzeuge. Und genau solche unsichtbaren Details sind oft ein wichtiger Teil davon, warum Mazda beim Thema Fahrgefühl seit Jahren seinen eigenen Weg geht. Die ausgezeichnete Technologie soll laut Mazda und Kobe Steel auch künftig weiterentwickelt werden.
